TARFAIR – Für faire Tarife im Gesundheitswesen

Qualität statt Obergrenzen
Mit der geplanten Obergrenze im TARDOC drohen aus unserer Sicht längere Wartezeiten, mehr Bürokratie und weniger Zeit für Patientinnen und Patienten. Medizinische Entscheidungen sollten von Ärztinnen und Ärzten getroffen werden – nicht durch administrative Limiten.
Eine starke ambulante Versorgung ist die Grundlage unseres Gesundheitssystems. Sie darf nicht durch starre Tarifgrenzen geschwächt werden.
Setzen Sie gemeinsam mit uns ein Zeichen für eine patientenorientierte Medizin. Unterstützen Sie jetzt die Petition gegen die geplante TARDOC-Obergrenze. Jede Unterschrift zählt.
TARDOC-Obergrenze: Droht ein Qualitätsabbau in der Medizin?
Seit dem 1. Januar 2026 gilt in der Schweiz das neue Tarifsystem TARDOC für ambulante ärztliche Behandlungen. Es ersetzt den bisherigen TARMED und legt fest, wie ärztliche Leistungen in Praxen und Ambulatorien vergütet werden. Zusammen mit ambulanten Pauschalen soll das neue System die Abrechnung moderner und transparenter machen. (Bundesamt für Gesundheit)
Was ist die neue Obergrenze?
Ab der Tarifversion 2027 ist eine Höchstgrenze für die ärztliche Leistung (AL) vorgesehen. Dabei wird festgelegt, wie viele Taxpunkte ein Arzt im Durchschnitt pro Arbeitstag innerhalb eines Monats abrechnen darf. Ziel der Regelung ist es laut Gesetzgeber und Tarifpartnern, unrealistisch hohe Abrechnungen und möglichen Missbrauch einzudämmen. (FMH – TARDOC und Ambulante Pauschalen)
Warum wird die Obergrenze kritisiert?
Viele Ärztinnen und Ärzte sowie verschiedene Fachgesellschaften befürchten, dass die neue Begrenzung negative Folgen für die medizinische Versorgung haben könnte.
Die wichtigsten Kritikpunkte sind:
- Leistungsstarke Praxen könnten weniger Patientinnen und Patienten behandeln.
- Wartezeiten auf Arzttermine könnten länger werden.
- Komplexe oder zeitaufwändige Behandlungen könnten wirtschaftlich unattraktiver werden.
- Mehr Patientinnen und Patienten könnten auf Spitäler ausweichen, was die Gesundheitskosten erhöhen kann.
- Besonders Hausarzt- und Facharztpraxen sehen ihre wirtschaftliche Grundlage gefährdet. (FMH – TARDOC und Ambulante Pauschalen)
Unsere Einschätzung
Wir stehen der geplanten Obergrenze kritisch gegenüber. Eine hochwertige medizinische Versorgung sollte sich am Bedarf der Patientinnen und Patienten orientieren – nicht an administrativen Limiten. Wenn Ärztinnen und Ärzte ihre Arbeitszeit oder ihre Behandlungen aus tariflichen Gründen einschränken müssen, besteht aus unserer Sicht die Gefahr eines schleichenden Qualitätsabbaus, längerer Wartezeiten und einer zusätzlichen Belastung der ambulanten Versorgung.
Die Gesundheitsversorgung braucht wirksame Massnahmen gegen Missbrauch. Gleichzeitig sollten Lösungen gewählt werden, welche die Versorgung der Bevölkerung und die medizinische Qualität nicht beeinträchtigen.
Webagentur
Max Ruchti
Webmax GmbH
